Als die Hormone steppten

Anna Klassen, 24.06.2018

Verlässt der Schlaf mich in der Nacht,
meine Gedanken wandern aus,
sie reisen durch die halbe Welt
und wollen gar nicht mehr nach Haus`.
Mein Bett wird eine Schwitzhütte,
die nächste Heißhungerattacke überfällt,
und alte Träume halten wach,
die Emotionen spielen verrückt
und schwingen Tango aufs Parkett,
wenn die Erinnerung mich packt,
entführt in jugendliche Zeit
als alle Leidenschaft geblüht,
die Trübsale und Euphorie
im Wechsel sind gefahren
durch Berge und die Täler.

Die Füße wandern nicht mehr durch die Alpen
und tanzen anstatt Tango lieber Walzer.
Manchmal vermisse ich es schon
dieses Gefühl von einst,
das fühlte so unordentlich,
Liebes-Chemie, die Hirn benebelte wie Drogen,
als die Hormone steppten, jubelten
und Feuer fangen ließen.

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