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Gedanken – Impressionen – Reflexionen von Julia Onken

Psychologisches Grundwissen von Julia Onken

Aktuelle Themen

Schlaflos glücklich!

Ich bin gerne schlaflos. Da ist die Zeit, da stört mich niemand. Ich bin mit mir und meiner Gedankenwelt allein, fliege hinaus ins All, entdecke galaktische Unendlichkeit und spätestens dann weiss ich es genau: Die Seele ist unsterblich. Das beruhigt mich und gibt mir Sicherheit, in allen nur möglichen Konfigurationen spazieren zu gehen, herumzuschlendern, zu staunen, mich zu wundern und mich vor allem zu erfreuen, dass ich bin.

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Und sollten mich in einer schlaflosen Stunde Alltagskümmernisse überfallen, weigere ich mich standhaft, mich mit ihnen zu beschäftigen. Ich teile ihnen mit, morgen sei auch ein Tag, da wolle ich mich mit sämtlichen Ärgernissen und Unannehmlichkeiten auseinandersetzen, und zwar am Schreibtisch, mit Schreibzeug ausgerüstet, um entsprechende Massnahmen und Lösungsstrategien unverzüglich aufzuzeichnen. Es kann durchaus sein, dass ich auch mal laut und heftig werde und störendes Gedankenmaterial förmlich aus mir hinauswerfe, ja, ihmdie Tür weise. Und wenn das auch nicht hilft und Gedanken immer wieder versuchen, sichwie ungebetene Gäste bei mir einzuschleichen, dann greife ich zu dem Mittel, das immer hilft: Ich werfe meinem Hirn eine Aufgabe hin, so wie etwa einem Hund einen Knochen, damit es etwas zu tun hat. Ein guter Hirnknochen ist zum Beispiel die Frage: Wo in meinem Leben ist ein Wunder geschehen? Diese Frage setzt jedes Hirn in freudige Alarmbereitschaft, und es nagt eifrig daran herum, bis sich Antworten erkennen lassen, die uns schmunzelnd und in zufriedener Gelassenheit wieder in den Schlaf wiegen.


Mutter – Beste Freundin?

Eigentlich wollte ich einen einfühlsamen Text zum Muttersein schreiben. Doch dann stiess ich auf einen Text von Maya, und der hat mich nachdenklich gemacht und mir den Schwung aus der Feder gepustet...

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Julia und Maya Onken - Hilfe, ich bin eine emanzipierte Mutter

Liebe Mutter

Schön, dass auch du mal am Ende des Lateins bist und nicht gleich immer mit der passenden Antwort aufwartest und mich mit deinen philosophischen Rülpsern plattmachst. Gut, deinem ersten Ansatz zur Erklärung einer guten Mutter (die an sich denkt), gebe ich Recht. Ich bin auch deiner Meinung, dass glückliche Mütter glückliche Kinder haben werden. Hingegen hast du, ganz typisch du, wieder mal einiges übersehen, denn ich glaube nicht, dass dies alles ist. Heute habe ich genügend Energie, die Gretchenfrage weiterzudenken!

Bin ich eine gute Mutter, warst du eine gute Mutter? Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann habe ich ganz viele Bilder und Gefühle. Das in deinem Buch „Eigentlich ist alles schief gelaufen“ beschriebene Glücksgefühl, als du mit mir schwanger wurdest und auch die erste frohe Zeit, dies ist in meinen Zellen eingeimpft. Ich betrachte mich als gewolltes Kind einer starken Liebe. So empfand ich mich oft als ok und gut und clever und genial und begabt. Auch als ich die Grenzen des Normalgewichts für eine Primarschülerin überschritt und ich oft deswegen gehänselt wurde, konnte dies an meinem Grundgefühl: so wie du bist, bist du wunderbar, nichts ändern. Papi trug sicher das seine dazu bei, indem er sich sehr um mich kümmerte und ich einfach sein Mädi war. Die Ankunft meiner Schwester erfreute mich, ich liebte dieses Wesen von Anfang an, sicher war ich eifersüchtig, aber nur manchmal (an ihren Geburtstagen und wegen spezieller Schonungen oder Sonderwürsten, die sie hatte und ich nicht), sie war keine Rivalin für mich, obwohl sie ja von Anfang an dich in Beschlag nahm.

Die Zeit des Verfalls unserer Klein-Familie hatte Wirkung auf mich: so träumte ich oft, dass unser Haus abbrannte. Jeweils vor dem Schlafengehen machte ich eine kognitive Prioriätenliste, wie ich vorgehen würde, falls ich mitten aus dem Schlaf erwachte und das Haus würde brennen. Zuerst würde ich meine Schwester und euch alarmieren. Dann den Bettüberwurf nehmen und in diesen meine Tagebücher, meine Stofftiere und die Sparbüchse werfen, allenfalls noch meine Schmuckschatulle, um dann mit dem Bündel aus dem Haus zu stürzen. Später, als der Traum im Winter wieder Thema war, addierte ich noch warme Kleidung dazu, denn es war nicht lustig, auch wenn es nur ein Traum war, vor dem brennenden, langsam zusammenbrechenden Haus zu stehen, barfuss und mit nichts als einem Nachthemd bekleidet. Als dann mal später im Schülerhaus nachts um drei der Feueralarm losging, war ich im Nu mit warmen Kleidern auf der Strasse, ohne Hysterie, gekonnt, seit langem mental geübt. Auch checkte ich beim Hinausgehen einer inneren Intuition folgend noch meine Zimmernachbarin ab, die sich zwar für diese Nacht ausgetragen hatte, nach einem Streit mit ihrem Freund aber doch im Schülerhaus schlief. Sie hatte einen Hörschaden auf dem Ohr, auf dem sie lag und die ganzen Sirenen konnten sie nicht wachrütteln. Ich schon.

Auszug aus dem Buch: Hilfe, ich bineine emanzipierte Mutter – Ein Streitgespräch zwischen Mutter und Tochter, C.H.Beck


Man muss das Geld zum Fenster hinaus werden, damit es zur Türe wieder hereinkommt.

Karl Lagerfeld wird über seinen Tod hinaus noch lange in lebhafter Erinnerung bleiben. Er war ein Multitalent von besonderer Klasse! Als einer der bedeutendsten Modeschöpfer, Designer, Fotograf und Kostümbildner setzte er Akzente und hat die Trends entscheidend beeinflusst.

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Zudem brillierte er als Schnelldenker, griff en passant wie zufällig ernsthafte Themen auf und servierte im eiligen Sprechmodus seine bon mots: «Man muss das Geld zum Fenster hinaus werfen, damit es zur Türe wieder hereinkommt.» Vordergründig betrachtet ist das zweifellos von Unterhaltungswert, aber er löste damit vielleicht gar Argwohn und Missgunst aus «Ja, er hat gut reden mit seinen Millionen!» Doch auch mit geringfügigem Nachdenken ist eine durchaus interessante Verbindung zu erkennen, die auf direktem Weg zum Matthäus- und Lukas-Evangelium führt: «Denn wer da hat, dem wird gegeben werden...» Da ist der Gedankensprung zur nächsten Folge nicht mehr weit: «Wer gibt, dem wird gegeben werden.»

Und diese Botschaft gilt für alle, auch für Menschen, die nicht in üppigen monetären Verhältnissen leben. Es gibt Lebenssituationen, in denen sehr viel Zeit zur Verfügung steht, z.B. wer arbeitslos ist, oder wenn Rentner und Rentnerinnen nicht mehr in der Arbeitswelt eingespannt sind. Statt sich über die knappen Finanzen oder die bescheidene Rente zu beklagen, könnten freie Zeiträume als eine andere Währung für Reichtum verstanden werden. Anstelle auf freier Zeit wie eine Bruthenne zu hocken und sich darüber wundern, dass nie ein Küken ausschlüpft, wäre eine in jeder Beziehung lohnende Alternative, sich für andere und gleichermassen in Projekten zu engagieren. Der Nulltarif macht sich bestimmt bezahlt.

Federn lassen - damit neue nachwachsen können

Es ist verständlich, dass wir danach streben, möglichst von keinen Krisen behelligt zu werden. Dabei ist das Meistern von schwierigen Lebensaufgaben eine hervorragende Möglichkeit, sich zu schulen und weiterzuentwickeln.

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Die Natur liefert uns hervorragende Lektionen, wenn wir genau hinschauen, könnten wir einiges daraus lernen.

Ich hatte mir über die Herkunft von Eiern nie besonders viele Gedanken gemacht. Schreckliche Bilder über Missstände aus Hühnerbatterien verdrängte ich möglichst rasch. Mit meinem Beitrag, Eier ausschliesslich beim Bauer zu kaufen, war für mich das Thema erledigt.

Als ich aber einige Tage in Kitzbühel in einem Seminarhotel verbrachte, änderte sich meine Interesselosigkeit schlagartig. An diesem Ort, der bekannt für das luxuriöse Leben der Schönen und Reichen ist, entdeckte ich eine besondere Kostbarkeit. Auf dem Hof des Hotels spazierten wunderschöne Hühner herum, und ich konnte nicht aufhören, sie in ihrer herrlichen, bunten Federpracht zu bestaunen.  Dazwischen flanierten schneeweisse porzellanartige Hennen mit kecken Federkrönchen auf dem Haupt. Und auch der Hahn stolzierte majestätisch in vollendeter Schönheit inmitten seiner Entourage.

Ich wollte es genau wissen und erfuhr, dass diese Hühner noch einer alten Rasse angehörten, die allmählich vom Aussterben bedroht sei. „Aber diese sind ja viel schöner als die andern“ konterte ich. Die Erklärung machte mich fassungslos. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Gebrauchskreuzungen für die Eier- und Fleischproduktion gezüchtet. Das Hybridhuhn ist ein Legehuhn mit besonders hoher Legeleistung, bis zu 330 Eier im Jahr. Der Vorteil dieser Züchtung besteht darin, dass das Huhn nie in eine Phase (die Mauser) kommt, während der die Eierproduktion eingestellt wird.  Die von der Natur vorgesehene Erneuerung des gesamten Federkleides bedarf einer enorm hohen Stoffwechselleistung, und deshalb wurde der Störfaktor einfach weggezüchtet.

Es gibt Menschen, die immerzu funktionieren und eher an ein Hybridhuhn erinnern: Ihr Federkleid sieht kläglich aus. Wer also nie in die Mauser kommt und Federn lassen musste, hatte auch keine Möglichkeit, damit neue und farbenprächtige Federn nachwachsen konnten.

Niemandsland: Entweder-Oder

Wir kennen das alle, wir stehen vor einer Entscheidung. Wir bedenken die Nachteile, analysieren die Vorteile. Wenn wir Glück haben, überwiegt der eine oder andere Aspekt ...

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... Wenn wir aber Pech haben, halten sich beide die Waage. Dann ist guter Rat teuer. Wenn wir auch noch unter Zeitdruck stehen und eine dringende Entscheidung notwendig ist, dann kann es sein, dass sich sämtliche Hirnzellen querstellen.

Und das hat gute Gründe. Denn wenn sich die positiven und negativen Aspekte ausgleichen, dann wäre es eigentlich auch egal, wie wir uns entscheiden. So oder so, die eine Hälfte ist beschissen, die andere glückversprechend. Die meisten Lebensbereiche sind nicht eindeutig der guten oder der schlechten Seite zuzuordnen. Vielleicht ist das ein Hinweis darauf, dass viele Bereiche in unserm Leben ambivalent sind, doppelbödig, janusköpfig. Und vielleicht ginge es vor allem darum, gerade die Spannung auszuhalten, mehr noch, von dieser zusätzlichen Energie, die es benötigt, zu profitieren.

Die Frage, „im alten Trott weitermachen oder Aufbruch zu neuen Ufern“ würde sich dann nicht mehr in dieser ultimativen Form stellen. Wir könnten überlegen, was denn der „alte Trott“ gebracht hat, welche wohltuenden Elemente darin enthalten waren. So wäre es sinnvoll, Zurückliegendes unter die Lupe zu nehmen und sich zu fragen, was gut daran war, dies heraussortieren und in das Kommende einzufügen. Wenn wir eine Kiste Äpfel besitzen, einige davon sind überreif oder gar angefault, nehmen wir ja auch nicht den ganzen Karton und werfen ihn auf den Müll, sondern wir nehmen einen nach dem andern und untersuchen ihn auf seinen Zustand.

Klar also, das Beste „aus dem alten Trott“ heraussuchen und schwungvoll im Neuen unterbringen.

Weihnachtsseite

An das schönste Weihnachtsgeschenk, an das ich mich heute noch erinnere und das in späteren Jahrzehnten durch nichts mehr zu toppen war, erhielt ich in meiner Kindheit. Meine Puppenstube, mit der ich täglich gespielt hatte und die bereits frühere Generationen erfreute und aus feinstem Holz kunstvoll geschnitzt war, verwandelte sich auf wundersame Weise . Am Heilig Abend – und ich werde den Moment nie mehr vergessen – stand das Puppenhaus mit winzigen Lichtern ausgestattet unterm Christbaum: In einer Ständerlampe, die vorher genügsam in einer Ecke stand, schimmerte ein winziges Licht; aus dem kleinen Radio blinkte es munter; im Ofen wärmte ein dunkelrotes Feuer die Stube. „Jetzt bin ich im Paradies“, dachte ich. Meine Mutter schloss mich in die Arme und hatte Freudentränen in den Augen. Sie hatte wenig Geld, aber für den Kauf der Batterien hatte es gerade noch gereicht.

Zur Volksinitiative Organspende. Alle werden zu Spendern – es sei denn man verweigere sich dazu.

Mit dem Organspendeausweis wird ein grossherziges Einverständnis erteilt, seine Organe einem entsprechend bedürftigen Kranken zu spenden. Mit dem Spenden soll in Deutschland nun aber Schluss sein. Das deutsche Bundesparlament wird darüber beschliessen, ob zukünftig niemand mehr selbst über eine allfällige Weiterverwendung seiner Organe entscheiden kann, sondern durch eine staatliche Enteignung darüber verfügt wird. Mit dem sperrigen Begriff der "doppelten Widerspruchslösung" ist die Möglichkeit eingeräumt, sich schriftlich dagegen auszusprechen.

Wir sind in der Schweiz um einiges besser dran. Wir entscheiden selbst, ob wir der Initiative über die körperliche Verstaatlichung unserer Organe zustimmen werden. Im Text der Initiative Art. 119a Abs. 4  4 ist zu lesen: „Die Spende von Organen, Geweben und Zellen einer verstorbenen Person zum Zweck der Transplantation beruht auf dem Grundsatz der vermuteten Zustimmung, es sei denn, die betreffende Person hat zu Lebzeiten ihre Ablehnung geäussert.“ Diese Information ist irreführend. Von Toten stammende Organe können nicht transplantiert werden, sondern nur solche, die von noch Lebenden entnommen werden, die also im Sterben liegen und deren Sterbeprozess nicht organisch erfolgt, sondern beschleunigt wird. Dass dies ausschliesslich unter Vollnarkose geschehen darf, sollte zwar beruhigen, macht aber hellhörig.

Ich gehe davon aus, dass sich das Schweizer Volk gegen die Organenteignung aussprechen wird, damit wir wieder zur ursprünglichen Idee einer mitmenschlichen Spende zurückfinden, die freiwillig erfolgt. Etwas, das uns ja nicht mehr gehört sondern bereits dem Staat übereignet wurde, könnte auch nicht mehr als Gabe gespendet werden.

Wie weit geht Toleranz?

In der heutigen Zeit wird viel über Toleranz geredet. Den einen kann sie nicht weit genug gehen, andere hingegen sehen darin auch eine Gefahr, die eigenen Werte zu verleugnen. Was steckt nun hinter dem Begriff, der so unterschiedliche Reaktionen auslöst?

Unser AutorInnen-Team hat sich intensiv damit auseinandergesetzt. Die Beiträge wollen Impulse setzen und dazu anregen, selbst darüber nachzudenken und für sich eine mögliche Orientierung herauszuarbeiten.

Auf dem Boden bleiben oder nach den Sternen greifen

Die meisten kennen das unangenehme Gefühl, sich zwischen einer vernünftigen und realisierbaren und einer etwas gewagten Variante entscheiden zu müssen. Es gibt viele, die haben zwar gute Idee, hocken aber am Boden fest, der ihnen Sicherheit verspricht, mehr noch, sie kleben daran. Hinterher wundern sie sich, dass aus dem gedanklichen Höhenflug wieder einmal nichts geworden ist. Andere kurven ständig in schwer zu realisierenden Ideen herum, um wundern sich ebenfalls, dass daraus nichts wird. 

Die beste Möglichkeit besteht darin, beide Pole zu verbinden: mit den Füssen auf dem Boden stehen und mit dem Hirn alle möglichen Denkflüge zu unternehmen. Und dann beides miteinander verknüpfen. Klingt ziemlich einfach ist aber eine hochanspruchsvolle Herausforderung. Trotzdem: es lohnt sich. 

Nimm Dir Zeit!

Schön gesagt. Gut gemeint. Doch, wenn sie fehlt, woher nehmen und nicht stehlen? Und bei wem etwas Zeit abzwacken? Wer gäbe freiwillig etwas davon her? Und wie könnte ein Überschuss an Zeit auf ein defizitäres Konto übertragen werden?

Die Sache mit der Zeit ist eine grosse Herausforderung und wirft uns auf uns selbst zurück. Also selbst damit haushalten müssen, Mass halten, in eigener Verantwortung. Sündenböcke zu finden, ist schwierig, sie entziehen sich bei genauem Hinschauen. 

Trotzdem, irgendwann sind wir am Ende unserer Mühen angekommen und es bleibt nur noch zusagen: Die Zeit ist gekommen.

Tanz der Hormone – so lautet heute unser Thema

Für die einen schwierig, bei anderen  hingegen hat es die poetische Ader in Schwingung gebracht. Eine bunte Palette ist nun entstanden, sie zeichnet den weiten Bogen von Sehnsüchten bis zur realistischen Landung auf dem Boden der Realität auf.

Ich für meinen Teil bin gerade dabei, das hormonelle Tanztheater in umfassender Freude zu entdecken; am Morgen unter der Dusche  ein Halleluja trällernd, verliebt in das Leben, dankbar dafür, dass ich bin; oder wenn mein Blick über die Weite des vor mir liegenden Wassers schweift, der See silbern wie eine grosse Seele daliegt, da kann es schon vorkommen, dass ich denke, im Paradies zu sein. Ob das alles mit Hormonen zu tun hat, weiss ich nicht. Eigentlich auch nicht nötig.

Vom alltäglichen Unfug in Zeiten des Überflusses

Manchmal habe ich den Eindruck, es ist alles aus den Fugen geraten und wir drehen durchgeknallt im Hamsterrad. Irgendwann landen wir dann in einer Falle und wundern uns, dass wir selbst dafür gesorgt haben, unsere Lebensgrundlage systematisch selbst zerstört zu haben. Aber noch ist nicht aller Tage Abend, noch können wir das Ruder herumreissen, bevor wir am selbst produzierten Überfluss ersticken. 

Umdenken ist angesagt. Schluss mit der Gedankenlosigkeit, Schluss damit, in der Feudalagonie vor sich hinzudämmern. Oft beginnt es damit, aufmerksam auf die tausend kleinen Fallstricke im Alltag zu achten und diese klipp und klar zu benennen. 

Damit habe ich nicht gerechnet

Die meisten kennen das aus eigener Erfahrung: Irgendwann geschieht etwas Unverhofftes. Vielleicht nimmt etwas eine unerwartet gute Wendung, oder aber wir stehen plötzlich vor einem Scherbenhaufen. Manchmal sind es auch ganz leise Töne, die sich überraschend einstellen. Immer aber ist es lohnend, darüber nachzudenken, um vielleicht mehr über sich zu erfahren und sich wieder ein Stück näher zu kommen.

In den nachfolgenden Texten wird ein bunter Strauss von unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten abgebildet, ob als gedanklicher Exkurs, als Erinnerung, als Erzählung oder als Gedicht.

Schön wäre es, wenn sich die Texte inspirierend auswirken! Das AutorInnenteam freut sich auf Ihre Kommentare!

Wenn das Herz ins Stolpern gerät

Es gibt immer wieder besondere Momente, da gerät unser Herzschlag aus dem Takt, schlägt Purzelbäume, poltert wild um sich oder hüpft ungeordnet. Manchmal steckt Freude dahinter, gelegentlich auch ein Schreckensmoment immer aber lässt es uns aufhorchen, zwingt uns aus dem normalen Trott heraus und vielleicht gelingt es sogar, dahinter auch den Fingerzeig zu erkennen, der uns weiterbringt. 

Zehn Autorinnen und ein Autor nehmen dazu Stellung. Diskutieren Sie mit! Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Meinungen. 

8. März: Internationaler Frauentag

Ist dieser Tag nicht längst überfällig? Schließlich können sich doch heute Frauen selbstbewusst durchsetzen, jeden Beruf ergreifen den sie gerne möchten, ebenso sind sie doch finanziell unabhängig! Oder ist das alles doch eine Illusion und die Realität sieht ganz anders aus?

Zehn Autorinnen und ein Autor nehmen dazu Stellung. Diskutieren Sie mit! Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Meinungen. 

"me too" – Fluch oder Segen?

Die einen atmen auf – endlich kommt das Elend ans Tageslicht. Andere nerven sich darüber, welche Hysterie ausgebrochen ist. Und es gibt nicht wenige, die bedauern, dass da plötzlich alle Männer unter Verdacht gestellt werden.

Auf ein offenes Wort

Von Tag zu Tag - Meta Zweifel

Philosophische Reflexionen - Eckart Ruschmann

Briefe an Verstorbene

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